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Der Koffer - früher und heute

1957    1972    2010    2015

Früher, in den 50er-Jahren sollten Koffer leicht sein, weil sie keine Rollen hatten. Heute müssen Koffer leicht sein, um Zusatzkosten beim Fliegen zu sparen.

Der Reisegepäck-Markt wird heute dominiert von den Anforderungen der Fluggesellschaften. Früher, in den 50ern, ging es darum, möglichst viele Sachen möglichst ohne Anstrengung und einfach in den Kofferraum des Autos hinein zu bekommen für die Fahrt nach Rimini oder Ruhpolding. Heutige Anforderungen an Reisegepäck leiten sich ab aus Bordgepäckmaß, 158er-Umfangmaß, Stückkonzept und Kilovorgabe für den Flug nach Mallorca oder auf die Malediven, um Zusatzkosten zu vermeiden. Schleppen wollte man aber noch nie gerne. Deshalb waren alle begeistert, als in den 1970ern die Koffer plötzlich Rollen bekamen. Die nächste große übergreifende Innovation schloss sich in den 1980ern an, als die zuvor querformatigen Weichgepäck-Koffer mit festem Rahmen plötzlich in Hochkant-Form daher kamen. Schließlich wurde der feste Rahmen mit Zugschloss durch die Öffnung mittels Reißverschluß abgelöst. Heute beherrschen diese „Hochkant“-Trolleys mit Reißverschlussöffnung den Markt. Neuster, immer stärker werdender Trend sind 4-Roller. Denn bei aller Veränderung, eines blieb immer gleich: schleppen will nach wie vor niemand gern. Und so reduzierte sich das durchschnittliche Gewicht großer 4-Rollen-Weichgepäck-Trolleys von fast 7 kg zu Anfangszeiten auf jetzt 4,5 kg, Spitzenprodukte mit 4 Rollen liegen mittlerweile bei 3 kg. Eine ähnliche Entwicklung vollzog sich bei Hartschalenkoffern. Seit 2000 ermöglicht der Werkstoff Polycarbonat, endlich auch im Hartschalenbereich leichtere, bruchsichere Koffer zu vernünftigen Preisen anzubieten. Dadurch sind auch die Marktanteile von Weichgepäck in Europa zurückgegangen. Warum? Nun, es fahren heute mehr Menschen mit einer harten Schale nach Mallorca oder auf die Malediven als mit weicher Kofferumhüllung im Kofferraum nach Rimini oder Ruhpolding.